Akne (Pickel)

1. Definition – Akne ist die häufigste Hautkrankheit

Diese Hauterkrankung ist die Folge einer Entzündung der kleinen Talgdrüsen, die sich in der Haut befinden. Die Entstehung von Akne ist vorwiegend von männlichen Geschlechtshormonen, den Androgenen, abhängig. Akne tritt dann in gehäufter Form auf, wenn sich im menschlichen Körper die Hormonwerte verändern. Diese Tatsache erklärt, weshalb Akne eine typische Besonderheit während der Pubertät oder einer Schwangerschaft ist.

Es gibt verschiedene Arten von Akne wie beispielsweise Acne comedonica (harmlose Mitesser), Acne papulopustulosa (Gesichtspickel) oder Acne conglobata (Pickeln im Gesicht, am Oberkörper und an den Armen). Entstehen Pickel auch am Rücken, so spricht man von Acne papulopustulosa. Eine ernsthaftere Art der Akne ist die Acne conglobata, die mit einer starken Entzündung einhergeht. Seltener kommt Acne fulminans mit Fieber, Gelenkschmerzen und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl vor.

2. Symptome – vom Mitesser zum Pickel

Bakterien verursachen eine Entzündung der Pickel, die sich vom Hautfett ernähren. Durch den Abbau des Hautfettes entstehen Fettsäuren und Abfallstoffe, die eine Reizung der Talgdrüsen sowie Hautentzündungen bewirken. Dabei entstehen zunächst kleine, rötliche Mitesser, die schließlich in Pickel übergehen.

3. Ursachen – Hautfett und Androgene

Androgene (männliche Geschlechtshormone) verleiten die Talgdrüsen dazu, vermehrt Hautfett zu produzieren. Bei Akne findet eine Anstauung von Talg statt, weil durch eine Verengung der Talgdrüsen das Hautfett kaum noch ausgeschieden werden kann. Es entstehen die für Akne typischen, weißen Knötchen. Entzündet sich diese Stelle, so bildet sich ein Pickel mit einem Eiterverschluss.

4. Diagnose – Erscheinungsbild und Ursachen

Eine Diagnose von Akne geschieht zumeist an Hand des Erscheinungsbildes. Hierzu zählen die auf der fettigen Hautoberfläche sichtbaren Pickeln, Pusteln und Papeln. Gelegentlich wird auch ein Abstrich vorgenommen. Weitere Ursachen, ob beispielsweise eine Allergie für die Entstehung von Akne verantwortlich sein kann, sind für eine zutreffende Diagnose von wesentlicher Bedeutung.

5. Therapie – eine Akne-Therapie braucht Zeit

Ein erkennbarer Therapieerfolg dauert oft bis zu zwei Monaten. Örtliche Behandlungen erfolgen mittels Waschlotionen, Cremes, antispetischen Lösungen oder Antibiotikas. Eine systemische Behandlung wird bei schwerer Akne und speziell bei Frauen mittels Anti-Androgenen, Antibiotikas oder Vitamin A-Säure-Derivaten angewendet. Eine weitere Therapiemaßnahme stellt die Entfernung von Akne-Narben durch Laserbehandlung oder Abschleifen der Haut dar.

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